Seit 2 Wochen wird nun das Audimax der Uni Wien besetzt, viele andere Unis in Österreich haben sich bereits angeschlossen.
mehr aktuelle Infos.
Wir freuen uns sehr darüber, dass sich die Forderungen nicht nur in Richtung „Studiengebühren“ entwickelt haben sondern wesentlich weitreichender sind. So wird auch Sexismus & Rassismus in den Unis kritisiert.
Aus der BRD folgten zunächst S0li-erklärungen, nun haben Studis in Münster und Potsdam ebenfalls besetzt.
Aus dem besetzten Wiener Audimax erreicht uns folgendes Papier:
„Liebe Studentinnen und Studenten in Deutschland,
in Österreich sind die Unis besetzt. Wir sehen die Notwendigkeit, euch persönlich darüber zu informieren, was hier im Moment passiert, da in den Medien nicht vermittelt wurde, dass diese Proteste etwas Neues, nie Dagewesenes sind.
Dieser Protest wurde in einer völlig spontanen Solidarisierungs-Demonstration begründet, keine Studierendenvertretung oder Partei hat diese organisiert, rein aus dem Bewusstwerden der Bildungsproblematik heraus ist er entstanden und gewachsen. Diesen reinen Kern, diesen Motor, spüren wir hinter Allem, was hier geschieht. Die Studierenden aller Studienrichtungen haben sich spontan – ohne übergeordnete Organisation – zusammengefunden, um gegen die Studienbedingungen zu protestieren.
Das Ausmaß dieser Aktion ist der Beweis dafür, dass es sich um zentrale Anliegen handelt, die alle europäischen Studierenden persönlich betreffen. Wir protestieren, anders als es die Medien darstellen, zwar auch gegen die Entscheidungen der österreichischen Regierung, aber vor allem sind wir grundsätzlich mit europaweiten Tendenzen wie der Ökonomisierung der Bildung und der Entdemokratisierung der Bildungsinstitute nicht einverstanden. Dies sind länderübergreifende Probleme, an deren Lösung wir als Studierende nur dann beteiligt sein werden, wenn auch europaweit protestiert wird.
Der Wille zur Selbstbestimmung der Studierenden und der Lehrenden ist ein zentrales Elementdieser Bewegung in Österreich. Deshalb wurden Hörsaäle besetzt, in denen nun lebendige und konstruktive Diskussionen stattfinden, an denen sich alle Studierenden jederzeit beteiligen können. Es ist wichtig, dass nicht nur protestiert wird, sondern dass Diskussionsräume jenseits öffentlicher Institutionen und etablierter Plattformen geschaffen werden. In Österreich ist das bundesländerübergreifend bereits passiert. Die Diskussionen und Proteste hier werden anhalten und die Studierenden in Österreich warten auf ihre deutschen KommilitonInnen, um gemeinsame Probleme offenlegen zu können.
Am 05. November findet ein internationaler Protestag statt, als Warm-Up für eine Protestwoche unter dem Motto “Education is not for Sale”. Die Studierenden und SchülerInnen in Österreich unterstützen diesen Tag mit einer Großdemonstration.
Wir unterstützen jede/jeden einzelnen Studierenden, in Deutschland, in Europa und darüber hinaus, der mit seinem Bildungsystem unzufrieden ist.
Plenum des besetzten Audimax Wien.
http://unsereuni.at/ “
die Weiterverbreitung ist von den BesetzerInnen sowie von uns ausdrücklich erwünscht!
In der BRD wird wird in den nächsten Wochen, mit einem bundesweiten Demo am 17.11., wieder unten dem Motto Bildungsstreik demonstriert. Nehmt daran teil und solidarisiert euch mit den Studis in Österreich.
Es reicht nicht mehr nur Soli-Erklärungen zu verfassen, es ist Zeit kreativ zu werden und zu handeln.